Siamesische Zwillinge: Atomenergie und Atomwaffen
Menschen für den Frieden rufen Oberbürgermeister Elbers auf, dem Bündnis "Bürgermeister für den Frieden" beizutreten.
Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Aus der grundsätzlichen Überlegung heraus, dass BürgermeisterInnen für die Sicherheit und das Leben ihrer BürgerInnen verantwortlich sind, versuchen die Mayors for Peace Einfluss auf die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu nehmen und diese zu verhindern. Der weltweite Verband hieß früher "Programm zur Förderung der Solidarität der Städte mit dem Ziel der vollständigen Abschaffung von Atomwaffen (Partnerschafts-Programm der Städte Hiroshima und Nagasaki zur Ächtung aller Atomwaffen in Ost und West)". Bereits über 100 Städte und Gemeinden in Deutschland sind in den 80er-Jahren Mitglieder geworden. Seit Bürgermeister Akiba den Verband in "Mayors for Peace" umbenannt und 2003 die Kampagne "2020 Vision" ins Leben gerufen hat, hat sich diese Zahl mehr als verdreifacht. Im April 2011 wurde Kazumi Matsui zum Bürgermeister Hiroshimas gewählt, damit wurde er anstelle von Tadatoshi Akiba neuer Ko-Präsident zusammen mit dem Bürgermeister von Nagasaki Tomihisa Taue. Zur Webseite» der Bürgermeister für den Frieden, das Anschreiben» an OB Elbers.
DIE EROBERUNG DER SCHULEN -
WIE DIE BUNDESWEHR IN BILDUNGSSTÄTTEN WIRBT
Liebe Mitwirkende und Freundinnen und Freunde von "Menschen für den Frieden",
herzliche Einladung zum nächsten Informations- und Gesprächskreis am 25.3. 2012 um 15 Uhr.
Als brisantes Thema werden wir die Nachwuchswerbung der Bundeswehr an Schulen diskutieren.
Die Bundeswehr drängt an die Schulen! In immer mehr Bundesländern gibt es Kooperationsverträ-
ge zwischen der Armee und dem jeweiligen Landesschulministerium. Damit sichert die Bundes-
wehr ihren Jugendoffizieren den Zugang in die Klassenzimmer: dort halten die jungen Soldaten
etwa Vorträge über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr oder spielen mit den Schülern das
Simulationsspiel POL&IS. Nicht selten kommen mit den Jugendoffizieren auch Wehrdienstberater
an Schulen, um die jungen Leute für den Dienst an der Waffe zu gewinnen. Auch auf Ausbildungs-
und Jobmessen sind die Nachwuchswerber vertreten und versuchen die Kinder und Jugendlichen,
für die Bundeswehr zu begeistern. Um Kontakt zu Schüler/-innen zu finden veranstaltet die Armee
außerdem Jugendpressekongresse. Dabei werden Schülerzeitungsredakteure in eine Kaserne ein-
geladen, um über die Bundeswehr zu berichten. Zudem schaltet das deutsche Militär immer öfter
Werbeanzeigen in Schüler- und Jugendmedien. Doch die Bundeswehr macht nicht nur eigene Ver-
anstaltungen an Schulen und wirbt in Schülermedien, sondern stellt Lehrern auch kostenlose Un-
terrichtsmaterialien über Sicherheitspolitik zur Verfügung.
Zum einen sucht die Armee nach Ende der Wehrpflicht gerade unter jungen Leuten neue Rekruten
für weltweite Auslandseinsätze. Zum anderen will die Bundeswehr schon die Schüler/-innen – die
Wähler von morgen – für heutige und zukünftige Militärmissionen begeistern, um sich die Zustim-
mung der Kinder und Jugendlichen zu sichern.
Viele Grüße
Erika Bosch für "Menschen für den Frieden"
Dreherstr. 193, Düsseldorf-Gerresheim, Tel.: 234908, Fax: 2304661, mobil 0151 - 51583330,
www.antikriegsbuendnis-duesseldorf.de
Bushaltestelle der Linien 724, 725, 737 und 738 ist die Bertastraße
NATO Einsatz in Libyen völkerrechtlich
fragwürdig und politisch fatal
Stellungnahme von Jan Gildemeister,
Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF)
Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) bewertet die Intervention als fatalen Fehler und begrüßt, dass Deutschland im VN-Sicherheitsrat der Resolution 1973 nicht zugestimmt hat und sich nicht am Militäreinsatz beteiligt. Weiterlesen»
Die Kriegsmentalität beenden!
Von Eugen Drewermann, Theologe, Psychoanalytiker und Schriftsteller
Auch 70 Jahre nach dem 1. September 1939 besteht das Wesen des Krieges in einer sonderbaren Unveränderlichkeit. Das Einzige, was sich verändert hat, sind nicht die Mechanismen der Propaganda ihn herbeizureden, nicht die Mechanismen der Strategen ihn durchzuführen, nicht der Massenbetrug am Volk, nicht die endlosen Qualen des Leids an Unschuldigen und nicht die Bereitschaft, am Ende das Furchtbare wieder auf der Seite der Sieger schön zu reden als das Richtige und sich zu ertüchtigen für das nächste Mal. All das hat sich nie geändert. Das Einzige, was sich geändert hat, sind die Möglichkeiten Krieg zu führen. Weiterlesen»
Hitlers Sieg
Von Wolfgang Sternstein. Wolfgang Sternstein ist Friedens- und Konfliktforscher und lebt in Stuttgart. Er ist seit fast 20 Jahren in der Anti-AKW-, Ökologie- und Friedensbewegung aktiv und saß im Zusammenhang mit gewaltfreiem Widerstand bereits dreimal im Gefängnis (bis zu einem halben Jahr).
Wie das? Ist Hitler von den Alliierten des Zweiten Weltkriegs denn nicht besiegt worden? Hat er nicht am Ende des Krieges im Führerbunker unter der Reichskanzlei in Berlin seinem Leben ein Ende gesetzt? - Das stimmt. Es stimmt aber auch, was Joseph Goebbels, der Reichspropagandaminister, in die Worte fasste: "Selbst wenn wir untergehen, werden wir siegen, denn unsere Ideale haben sich tief in den Herzen unserer Feinde eingewurzelt." Das Erstaunliche ist in der Tat, dass Hitler selbst im Untergang noch siegte. Für die Nazi-Ideale gilt das freilich nicht uneingeschränkt. Der Rassenwahn ist hoffentlich für alle Zeiten diskreditiert. Wohl aber gilt es für die Lehre, dass der Starke siegt und der Schwache untergeht - Stärke in diesem Zusammenhang verstanden als physische und militärische Stärke. Heute lebt dieses "Ideal" fort in der Lehre, dass ein Hitler nur durch Gewalt besiegt und die Welt nur durch einen Weltkrieg vor der nationalsozialistischen Welteroberung gerettet werden konnte, dass Gewalt letztlich nur durch größere Gewalt überwunden werden oder durch die Androhung von Gewalt, d.h. durch Abschreckung, in Schranken gehalten werden kann. Dass es auch noch eine andere Stärke geben könnte, eine Stärke, die der militärischen Stärke und einer auf Gewalt gegründeten Herrschaft höchst gefährlich werden kann, wie sich in der Geschichte immer wieder gezeigt hat, kommt den meisten Menschen nicht in den Sinn.Weiterlesen»
Zehn Forderungen an eine neue Weltordnung
Von Daniela Dahn
"Eine Kultur des Friedens erfordert unseres Erachtens die Globalisierung der Erkenntnis, dass alle auf alle anderen in dieser Welt angewiesen sind, dass es also nur eine gemeinsame Sicherheit geben kann", hieß es im Geleitwort des Verhaltensforschers und Psychologen Horst-Eberhard Richter an den IPPNW-Kongress vom Wochenende in Berlin. Vor diesem Zusammenschluss der Internationalen Ärzte für die Verhütung eines Atomkrieges hat Daniela Dahn um "Nachsicht für Utopisten gebeten" und ihre zehn Forderungen an eine Neue Weltordnung formuliert, die in der Wochenzeitung FREITAG als Dokument der Woche» vollständig dokumentiert wurde.
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"Die Fromme Revolte."
Katholiken brechen auf.
Das neue Buch von Peter Bürger
Es ist Bewegung in der Römischen Kirche. Jahrhunderte lang ging sie von »oben« nach »unten«. Jetzt setzen sich »die da unten« selbst in Bewegung, ohne erst »oben« um Erlaubnis zu fragen. Peter Bürgers Buch vereint genaue historische Analysen und die Ermutigung zu einem angstfreien katholischen Selbstbewusstsein. Es zeigt – oft in überraschenden Zusammenhängen – auf, wie Kirche »oben« in der Vergangenheit funktionierte und wie sie versagt hat. Es zeigt, was heute schon anders wird, »unten«, bei den »Leuten«. Und es ruft seinen Lesern zu: »Treten Sie nicht aus, und ziehen Sie sich auch nicht in ein Schneckenhaus zurück! Es ist nicht zu spät für eine glückliche Jugend der römisch-katholischen Kirche.« Genau damit steht dann mehr auf der Tagesordnung als eine kirchliche Nabelschau, nämlich der zivilisatorische Ernstfall einer echten »Katholizität« und damit einer Globalisierung der Liebe: Frieden, Gerechtigkeit und das Überleben der nach uns Kommenden.
Infos und Bestellung»
Peter Bürger ist Theologe und freier Publizist, geboren 1961, Mitglied der Internationalen katholischen Friedensbewegung Pax Christi seit 1980.
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"In diesem Augenblick, jetzt schreit irgendwo auf der Welt ein Mensch aus tiefster, gedemütigter Seele seinen Schmerz gegen eine dreckige Kellerwand. Er ist nackt. Er hängt gefesselt und kopfunter an einem Haken von der Decke. In seiner Harnröhre steckt fingertief ein blankes Kabel. Sie jagen Strom hinein."
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"Ein Programm gegen Folter ist ein Programm gegen Krieg"
Angesichts der endlich an die Öffentlichkeit gelangten Bilder von gefolterten und ermordeten Gefangenen in US-Gewahrsam fordert die Kooperation für den Frieden , ein Zusammenschluss von über 40 Organisationen der deutschen Friedensbewegung, ernsthafte und durchgreifende Konsequenzen. 
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